Weinbau im Rheingau und in Rüdesheim


Weinkundige Autoren schwelgen in Superlativen. Der Engländer Hugh Johnson spricht von dem "besten Anbaugebiet am Rhein". Und in Frank Schoonmakers "Weinlexikon" heißt es: "Nach Meinung vieler Experten das bedeutendste Weinbaugebiet der Welt". Die Rede ist vom Rheingau, der mit einer Rebfläche von nur etwa 3 000 Hektar zu den kleinsten Anbaugebieten Deutschlands gehört.

 

Geographisch betrachtet ist der Rheingau ein 38 Kilometer langer und zwei bis drei Kilometer breiter Streifen am Rhein, der sich von der Mainmündung bei Wicker bis hin zu Lorchhausen erstreckt. Der Weinbau findet hier ideale klimatische Bedingungen vor, die schon vor vielen hundert Jahren von weinbautreibenden Klosterbrüdern erkannt wurden. Der in dieser Region fast seenartig breite Rhein sorgt mit seiner Wasserfläche für eine Reflexion der Sonnenstrahlung. Im Hinterland schützen die Wälder des Taunusgebirges vor kalten Nordwinden.

 

Alle deutschen Weinprädikate haben im Rheingau ihren Ursprung und fanden nur für Weine besonderer Güte Verwendung. So kannte man schon vor über 250 Jahren den Begriff "Cabinet" für kostbare Gewächse guter Jahrgänge, die in "Cabinet"-Kellern aufbewahrt wurden. Die Spätlese, Auslese und ihre höhergradigen Spielarten Beerenauslese und Trockenbeerenauslese wurden ebenfalls im Rheingau entdeckt. Sie werden hier nach wie vor als Spezialitäten betrachtet, die nicht jedes Jahr in rauhen Mengen wachsen können.

 

Der Riesling ist für den Rheingau dabei von besonderer Bedeutung. Das erste Zeugnis für den Anbau von "seczreben riesslingen" kann der Rheingau vorweisen; es datiert aus dem Jahr 1435. Seitdem wurde die Sorte in dem kleinen Gebiet am Rhein besonders gepflegt.

Heute verfügt der Rheingau mit 84 Prozent der Gesamtrebfläche über den höchsten Rieslinganteil aller Weinbaugebiete der Welt. Andere Sorten würden hier sicherlich mehr Ertrag bringen; aber sie haben sich im Rheingau nie richtig durchsetzen können. Schließlich gilt der Riesling durch seine feine Rasse und Eleganz, durch sein charakteristisches Bouquet mit zartem Pfirsichduft und seine markante, lebhafte Säure als die vielleicht beste Weißweinsorte der Welt. Hier, in der nördlichen Weinbauregion etwa auf der Höhe des 50. Breitengrades, findet der Riesling die idealen Boden- und Klimaverhältnisse vor. Hier kann er lange reifen und in dieser Zeit viele Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen, die für Frucht und Gehalt des Weines wichtige Voraussetzungen sind. Die Weinlese beginnt im Rheingau selten vor dem 15. Oktober; oft ist sie noch spät im November im Gange. Wichtig für die Reife des Rieslings ist ein warmer Herbst, der für die notwendige Zuckerbildung in den Trauben sorgt.

Weinbau im Rheingau und in Rüdesheim


Weinkundige Autoren schwelgen in Superlativen. Der Engländer Hugh Johnson spricht von dem "besten Anbaugebiet am Rhein". Und in Frank Schoonmakers "Weinlexikon" heißt es: "Nach Meinung vieler Experten das bedeutendste Weinbaugebiet der Welt". Die Rede ist vom Rheingau, der mit einer Rebfläche von nur etwa 3 000 Hektar zu den kleinsten Anbaugebieten Deutschlands gehört.

 

Geographisch betrachtet ist der Rheingau ein 38 Kilometer langer und zwei bis drei Kilometer breiter Streifen am Rhein, der sich von der Mainmündung bei Wicker bis hin zu Lorchhausen erstreckt. Der Weinbau findet hier ideale klimatische Bedingungen vor, die schon vor vielen hundert Jahren von weinbautreibenden Klosterbrüdern erkannt wurden. Der in dieser Region fast seenartig breite Rhein sorgt mit seiner Wasserfläche für eine Reflexion der Sonnenstrahlung. Im Hinterland schützen die Wälder des Taunusgebirges vor kalten Nordwinden.

 

Alle deutschen Weinprädikate haben im Rheingau ihren Ursprung und fanden nur für Weine besonderer Güte Verwendung. So kannte man schon vor über 250 Jahren den Begriff "Cabinet" für kostbare Gewächse guter Jahrgänge, die in "Cabinet"-Kellern aufbewahrt wurden. Die Spätlese, Auslese und ihre höhergradigen Spielarten Beerenauslese und Trockenbeerenauslese wurden ebenfalls im Rheingau entdeckt. Sie werden hier nach wie vor als Spezialitäten betrachtet, die nicht jedes Jahr in rauhen Mengen wachsen können.

 

Der Riesling ist für den Rheingau dabei von besonderer Bedeutung. Das erste Zeugnis für den Anbau von "seczreben riesslingen" kann der Rheingau vorweisen; es datiert aus dem Jahr 1435. Seitdem wurde die Sorte in dem kleinen Gebiet am Rhein besonders gepflegt.

Heute verfügt der Rheingau mit 84 Prozent der Gesamtrebfläche über den höchsten Rieslinganteil aller Weinbaugebiete der Welt. Andere Sorten würden hier sicherlich mehr Ertrag bringen; aber sie haben sich im Rheingau nie richtig durchsetzen können. Schließlich gilt der Riesling durch seine feine Rasse und Eleganz, durch sein charakteristisches Bouquet mit zartem Pfirsichduft und seine markante, lebhafte Säure als die vielleicht beste Weißweinsorte der Welt. Hier, in der nördlichen Weinbauregion etwa auf der Höhe des 50. Breitengrades, findet der Riesling die idealen Boden- und Klimaverhältnisse vor. Hier kann er lange reifen und in dieser Zeit viele Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen, die für Frucht und Gehalt des Weines wichtige Voraussetzungen sind. Die Weinlese beginnt im Rheingau selten vor dem 15. Oktober; oft ist sie noch spät im November im Gange. Wichtig für die Reife des Rieslings ist ein warmer Herbst, der für die notwendige Zuckerbildung in den Trauben sorgt.

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